Directed by Tim Nackashi, 2014.
Das Multitalent mit Karl und Kanye auf Schnellwahltaste.

When I was a kid the only way I could express myself was through dance.
Sad dances.
Happy dances.
Dances that make you excited and make you want to celebrate.
Dances that make you sombre and melancholy.
Dances that make you cry.
Dances that make you feel sexy, or make you feel love.
I want to bring the art form alive!

Theophilus, der Tänzer den ich rief. Eine Langzeitstudie des Albert Einstein College of Medicine in New York hat ergeben, dass regelmäßiges Tanzen das Risiko an Demenz oder Alzheimer zu erkranken um 76 Prozent senkt. Und Kreuzworträtsel? Nur 47 Prozent! Theophilus macht also vieles richtig.

Mit „Vibes“ erschien vorherige Woche der Nachfolger zu „Timez Are Weird These Days“ von 2011. Das sollte Euch im Plattenregal gefälligst auch auffallen, Karl Lagerfeld höchstpersönlich hat Theophilus für das Artwork abgelichtet. Oben drein fungiert auch noch Kanye West als „Executive Producer“ auf Londons Zweitwerk. Ein Modetitel der bislang nur Fernsehserien vorbehalten war. Ich darf mich also korrigieren: Theophilus macht alles richtig.

 The goal was to get back to a happy place in my life. I went through some dark times. On this album, I was chasing demons and sacrificing a lot. I’m just excited that I could make a piece of work that I’m happy about, that my great aunt was spiritually here for me to help me finish writing this album. – Theophilus London, Complex (2014).

Wo wir schon mal bei Mode wären: beide Rapper sind bekannt für ihre Leidenschaft nach Fashion und Design. Ein Aufeinandertreffen lag auf der Hand. Dieser Moment ist zu unserem Glück auch überliefert worden. Theophilus war nach eigener Aussage dermaßen aufgeregt, dass er das erstmal seinen Twitter-Followern stecken musste. Der Mann der sich „Yeezus“ nennt reagierte prompt: „Put your phone away! Why are you even tweeting right now? YOU’RE IN FRONT OF A GOD!“. Legitim.

Karl und Kanye (Tag-Team, anyone?) kreisen jedoch nicht als Einzige um Theophilus‘ Orbit herum. Ungebrochen auch der New-80s Einfluss des New Yorker R&B/Indie/Elektro/Arty/Whatever Künstlers Dev Hynes aka Blood Orange, welcher erst kürzlich einen großen Auftritt bei Jimmy Kimmel Live hingelegt hat. Dieser ist in „Vibes“ natürlich wieder mit von der Partie, wenn er nicht gerade den Aushilfsgitarristen für Londons heimische New York Gigs mimt.

Directed by Tim Nackashi, 2011.

Tim Nackashi hatte bereits 2011 für „Flying Overseas“ bei der Kooperation Londons mit Solange Knowles und Blood Orange auf dem Regiestuhl gesessen und zeichnet sich für den trippigen Retroflair verantwortlich. Das Ergebnis hat uns alle gefallen. Kein Wunder also, dass er bei „Tribe“ und der Kooperation mit Jesse Boykins III erneut dabei sein darf. Wenn Nackashi mal nicht für Maroon 5 oder Young The Giant dreht, bekommt man sogar die Chance mit ihm zu lachen. Funny Or Die kann sprichwörtlich ein Lied von singen. Seinen TV-Spot für Pringles sollte man auch mal gesehen haben.

Directed by Tim Nackashi, 2013.

Und das muss jetzt mal raus: Theophilus, Theophilus, Theophilus, THEOPHILUS! Warum ich seinen Namen ständig wiederhole? Weil ich ihn endlich gelernt habe zu schreiben. Das wird man doch mal Feiern dürfen.

Und sonst?
Der Mann hinter der Kamera: Tim Nackashi war schon überall. Auf seiner Seite sind Projekte mit Künstlern wie One Republic, Robyn, TV on the Radio, OK Go oder Maroon 5 zu finden.
Der Mann vor der Kamera: Über Theophilus kann man noch viele weitere Zeilen schreiben. Die New York Post hat genau das getan.
Tanzen gegen Demenz: Wie und weshalb das überhaupt möglich ist, versucht euch Health Guidance unter Einbeziehung der New Yorker Studie näher zu bringen.
Die Energie zum Tanzen ist unerschöpflich: Ein Musikkognitionsforscher packt ein paar Weisheiten zu den schönen Nebeneffekten des Tanzens aus. Besonderheit hier: er deckt sie mit ein paar Fakten.

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