tiefe

Auf einmal war sie da – die neue Single von Tocotronic, dem Direktorat der Hamburger Schule. Dass ein neues Album erscheinen solle, am ersten Mai, dem Kampftag der Arbeiter, las man bereits an der einen oder anderen Stelle, doch zu hören gab es bisher nichts. Jetzt steht fest: „Das rote Album“ wird sich klanglich von den letzten Werken der vier Hamburger abheben und den ersten Eindruck darauf gewinnen wir im „Prolog“ zur neuen Platte, der am vergangenen Freitag als Videosingle veröffentlicht wurde.

Und schon in den ersten Takten des Stücks stellt man fest, dass das ziemlich untocotronisch klingt! Recht minimalistisch tönt Jan Müllers tief gespielter Bass zu stakkatischen Drums von Arne Zank. Dirk von Lowtzow gibt sich gewohnt lyrisch anspruchsvoll, singt von Wohnsitzen in der Tiefe und Wüsten der Langeweile, haucht uns mit Effekten überlagerte A-ha-has ins Ohr und präsentiert Zeilen wie diese:

„Du sagst du lerntest deinen Hass zu tanzen in der Schule der Extravaganzen. Und du schriebest die Diplomarbeit über Empfindlichkeit.“

Die von ihm und Rick McPhail eingespielten, postrockigen Gitarren klingen wie aus wie weiter Ferne und unterstützen die Atmosphäre des Songs mit Bravour. Ebenso das im rauschigen Laienkamera-Stil aufgenommene Video, das unter der Regie von Alexa Karolinski entstand.

Nach einem solchen „Prolog“ darf man nun also gespannt sein, wie der Rest des „roten Albums“ klingen mag!

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