top5_alben_kaja

2016 – was ein turbulentes Jahr. Vieles hat sich verändert, nicht unbedingt alles zum Guten. Jedoch gab es doch im Verlaufe des Jahres immer wieder Lichtblicke. Für mich kamen diese überwiegend Freitags in Form von neuen Veröffentlichungen. 2016 schien ein vielversprechendes Jahr zu werden: Blink 182, Sum 41 und Green Day, um nur mal die bekanntesten Namen zu nennen.

Unter anderem kamen auch neue Alben von meinen Lieblingsbands in die Plattenläden – darunter zum Beispiel A Day To Remember, Of Mice & Men, Caliban, Marathonmann, Architects und In Flames. Einige lieferten eine solide Leistung, andere enttäuschten und wieder andere wussten wie gewohnt zu begeistern.

Daraus eine Top-5-Liste zu erstellen erwies sich als unglaublich schwer. Aber nun genug Gerede, starten wir mit einer Liste, die mich hat verzweifeln lassen!

#05: 8kids – Dämonen

8kids - Dämonen EP

Wie es der Zufall so wollte, lernte ich das Trio 8kids durch ein Konzert kennen, welches zu einem der schönsten Konzerterlebnisse des Jahres werden sollte. Diese Erfahrung hinterließ bei mir eine große Erwartung an die Debüt-EP und eine noch größere Vorfreude.

Auf dem Konzert lernte ich die Band als sehr emotionsgeladen und einfach authentisch kennen, was mich sofort in den Bann zog. Und dann wurde auch bereits beim ersten Hören der EP klar, dass es auch noch in meiner heimischen Küche genauso klang, wie im Hafenklang.

Die leider nur fünf Songs der EP „Dämonen“ versetzen einen in eine verzweifelte Stimmung, die sich nur schwer beschreiben lässt. Am liebsten würde man beim Hören einfach aufstehen und all die angestaute Wut und Trauer herausschreien. Hat man dieses zu allen fünf Songs getan, kann den Effekt wohl mit einer absolvierten Therapiestunde vergleichen.

Das neue Album scheint auch schon in den Startlöchern zu stehen, also wird der Name 8kids vielleicht auch nächstes Jahr wieder in meiner Top-Liste zu lesen sein. Sollte es sich anhören, wie diese EP stehen die Chancen auf jeden Fall gut!

→ Anspieltipps: 2-1-0, Alles löst sich auf, Der Weg

8kids - Dämonen EP

8kids – Dämonen (EP-Review)

Die 8kids gehören für mich zu einer meiner liebsten Neuentdeckungen im Jahr 2016. Durch Zufall konnte ich die Band vor einigen Wochen im Hafenklang zum ersten... Weiterlesen →

#04: anorak. – enthusiasts and collectors

anorak - enthusiats and collectors

Eine weitere Band, die sich dieses Jahr in mein Herz musiziert hat, ist definitiv anorak. Die Jungs aus Köln vereinigt ein, momentan auf dem deutschen Markt für härtere Musik, wohl einzigartiges Talent, Songs mit extrem hohem Wiedererkennungswert zu schrieben. Auf „enthusiasts and collectors“ gleicht sich kein Lied und egal wie oft man das Album hört, es wird niemals langweilig.

Durch das verspielte Einsetzen der Instrumente kombiniert mit einer besonderen Stimme entwickelt sich das Album zu einem wahren Ohrenschmaus. Hinzu kommen persönliche Texte, die perfekt von den Instrumenten und der Stimme ummantelt werden. So geht jeder Song unter die Haut und hinterlässt einen sowohl nachdenklich als auch unglaublich glücklich.

anorak. verstehen es einfach wundervoll, Erlebnisse, Geschichten oder Schicksale in Musik zu verpacken. Dazu wählen Sie eine Verschmelzung aus Screamo, Indie und Post-Hardcore, die die Emotionen wiederspiegelt und mein musikalisches 2016 auf jeden Fall extrem bereichert hat!

→ Anspieltipps: The Mood, The Tempest, Morning View

anorak. – enthusiasts and collectors (Album-Review)

Schon mal was von „anorak.“ Gehört? Nein? Nicht schlimm, jedoch sollte das jeder schleunigst nachholen. Hier bahnt sich etwas Großes an! Die Band aus Köln... Weiterlesen →

#03: With Confidence – Better Weather

with-confidence-better-weather

Was 2016 unter anderem für mich zu einem besonderen gemacht hat, ist der Fakt, dass ich mich mal aus meiner Komfortzone heraus bewegt habe und neuen Pop-Punk-Bands eine Chance gegeben habe. Dabei bin ich über die Australier With Confidence gestoßen, die in diesem Jahr ihr Debüt „Better Weather“ veröffentlicht haben.

Der Sound der Jungs geht doch schon in die sehr poppige Ecke des Pop-Punks und hinterlässt einen mit fiesen Ohrwürmern. Ich lüge nicht, wenn ich sage, dass ich zur Zeit schon fast süchtig nach diesem Album bin. Die begründet sich in den eingängigen Refrains, die sich durch verspielte Übergänge zu einem Gesamtwerk verbinden. Finden lässt sich auf dem Album die gesamte Breite von ruhigen und traurigen Songs bis zu Stücken, die einen in der Bahn tanzen lassen wollen.

„Better Weather“ ist im Prinzip eine Aneinanderreihung von Songs, die an Perfektion grenzen. Sie verbinden sich zu einem Album, welches einen als Hörer in eine eigene Welt leitet, in der man für einen Moment alles um sich herum vergisst und sofort auf Replay drückt sobald der letzte Song durch die Kopfhörer dröhnte.

→ Anspieltipps: Waterfall, Higher, Voldemort

[asa]B01DZXNYE2[/asa]

#02: Bury Tomorrow – Earthbound

bury-tomorrow-earthbound

Eine Band, die ich zu meiner Schande leider erst dieses Jahr für mich entdeckt habe (obwohl sie mit „Earthbound“ bereits ihr drittes unglaubliches Album auf den Markt gebracht haben) sind Bury Tomorrow. Der Name schwebt schon seit längerer Zeit durch die Szene – und wie ich mich nun überzeugen konnte auch zurecht. Obwohl sie sich dem wohl bekannten Metalcore-Sound verschrieben haben, kann man sowohl Clean-Vocals als auch die Screams ganz klar den Engländern zuordnen. Während sich viele Metalcore-Bands gleichen, erkennt man Bury-Tomorrow-Songs bereits nach den ersten Tönen.

Earthbound ist wie schon erwähnt bereits das dritte Album der Jungs und unterscheidet sich im Prinzip nicht sehr stark von seinen Vorgängern. Sie haben ihren Sound bereits beim ersten Album gefunden und ihn erfolgreich beibehalten und der immer zunehmende Erfolg spricht da schließlich auch für. Geprägt wird es durch die kraftvolle und verhältnismäßig tiefe Clean Stimme und die brutalen Shouts des Frontsmannes Daniel Winter-Bates.

Der Einsatz der Instrumente ist alles andere als ruhig und zurückhaltend. Wer hier einen ruhigen Song erwartet, wird leider enttäuscht. Auf der vollen Länge werden die Gitarrenriffs härter und die Drums stärker bearbeitet. Das erfreut das Herz eines Metalcore-Liebhabers zutiefst und deswegen wurde Earthbound auch ziemlich schnell zu einem meiner Favoriten des Jahres.

→ Anspieltipps: For Us, Last Light, The Burden

[asa]B017MZ34S0[/asa]

#01: A Day To Remember – Bad Vibrations

a-day-to-remember-bad-vibrations

Meine Freude auf dieses Album ließ sich kaum in Worte fassen. A Day To Remember ist eine der Bands, die mich zu meiner heutigen Liebe zur Musik gebracht haben und keine ihrer Veröffentlichungen konnte mich bis zum heutigen Tag enttäuschen. Als dann im Verlauf das Jahres das langersehnte nächste Album angekündigt wurde, konnte ich einen kleinen Freudenschrei nicht unterdrücken.

Und wie es nicht anders zu erwarten war, hat auch „Bad Vibrations“ mich vom ersten bis letzten Ton überzeugt. Angekündigt wurde es als das härteste Album der Bandgeschichte, was ich jetzt nicht hundertprozentig unterschreiben würde, aber dennoch fehlt es garantiert nicht an zerberstenden Breakdowns. Kombiniert werden diese mit ruhigen Parts und wie gewohnt einer Menge Singalongs. Außerdem findet man auch einige ruhige Stücke, die sogar zu meinen Highlights wurden.

In den Texten werden persönliche Themen verarbeitet, die jeder auf seine eigenen Art und Weise verstehen kann. Die meisten Songs folgen der typischen Struktur des Metalcores und gehen über in einen eher nach Pop-Punk klingenden Chorus. Das ist der Sound, den ich seit Jahren zu schätzen weiß und auch mit dem siebten Album wussten die Jungs ihn erneut zu perfektionieren.

→ Anspieltipps: Paranoia, Reassemble, Justified

[asa]B01GX4GQX6[/asa]

Bis Jahresende jeden Montag und Mittwoch eine neue Album-Bestenliste von uns! Alle Beiträge unserer diesjährigen, neunteiligen Artikelserie könnt ihr zusammengefasst hier finden:

Alle Top-Alben 2016 der noisiv.de-Autoren →