Top 5 Alben Lisa

Was war das bitte für ein verrücktes Jahr? 2016 hat einige Überraschungen mitgebracht, so viel steht fest. Musikalisch haben die positiven Überraschungen zum Glück überwogen! Im Laufe der letzten 12 Monate sind viele großartige Alben veröffentlicht worden; umso schwieriger, sich da zu entscheiden, welche es in meine Top 5 schaffen. Doch nach langem Überlegen sind folgende Werke meine persönlichen Highlights in diesem Jahr!

#05: Declan McKenna – Liar

declan mckenna liar

Declan McKenna ist einer der begabtesten Indie-Newcomer des Jahres 2016. Mit 17 Jahren bringt der eigenwillige Brite eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein mit auf die Bühne. Declan beschreibt seinen eigenen Sound als „dreamy indie guitar electronic music“ und verarbeitet mit seinen Songs das, was ihn persönlich bewegt. Dabei macht er keinen Halt vor politischen oder sozialkritischen Themen.

Seine EP „Liar“ zeigt das Potenzial, was in ihm schlummert. „Brazil“ ist der Song, in welchem Declan die FIFA-Korruption thematisiert und der ihm den Durchbruch verschaffte. So wurde unter anderem BBC Music UK auf ihn aufmerksam und so wurde ich auf ihn aufmerksam. Auf dem Reeperbahn Festival durfte ich den jungen, talentierten Künstler samt Band glücklicherweise live sehen. Sein Set war eines der Highlights des gesamten Festivals. Merkt euch meine Worte: Declan McKenna sollte man 2017 definitiv im Auge behalten!

→ Anspieltipps: Brazil, Bethlehem

[asa mp3]B018JE2XQW[/asa]

#04: Fatherson – Open Book

Fatherson - Open Book - Artwork

Das erste Mal bin ich auf Fatherson aufmerksam geworden, als die schottischen Indie-Rocker 2014 Support von We Were Promised Jetpacks im Uebel & Gefährlich waren. Selten hat mich eine Band ab dem ersten Song so überzeugt! Zwei Jahre später, Mitte 2016, veröffentlicht das Dreigespann ihr zweites Album „Open Book“.

Eins fällt direkt beim ersten Hören auf: Fatherson sind ihrem Sound treu geblieben, doch sind sie als Band gewachsen! Zu erkennen ist dies vor allem am Songwriting. Die Texte sind um einiges persönlicher und authentischer, als auf ihrem vorherigen Werk. Darüber hinaus hat es die dreiköpfige Gruppe geschafft, Songs mit großem Wiedererkennungswert zu schreiben. „Open Book“ ist ein Album, das die Balance zwischen Gänsehautmomenten und dem Drang zum Tanzen schafft. Großes Kino, Fatherson!

→ Anspieltipps: Open Book, Stop The Car, Always

Fatherson überzeugen beim ersten Hören: Ihr neues Album „Open Book“

Zwei ganze Jahre ist es her, dass uns Fatherson mit ihrem Debütalbum „I am An Island“ wachgerüttelt haben. Nun legen sie mit ihrem zweiten Album... Weiterlesen →

#03: Bombay – Show Your Teeth

Bombay Show Your Teeth

Das Trio Bombay aus Amsterdam ist eine Band voller Energie und Tatendrang. Mit der coolen Lisa Ann Jonker am Schlagzeug, dem Herzen und Songwriter der Band Mathias Janmaat an der Gitarre und am Mikrofon sowie einem der besten Bassisten des Planeten in Form von Gijs Loots, ist diese Band mehr als gut aufgestellt. Ihr Sound lässt sich als Indie-Garage-Rock bezeichnen.

Auf ihrem zweiten Album „Show Your Teeth“ haben Bombay für mich im Vergleich zu ihrem Debütalbum einen großen Schritt nach vorne gemacht. Dies mag an der Neubesetzung an den Drums liegen, jedoch auch an den zahlreichen Erfahrungen aus den Live-Gigs, die Bombay in den letzten Jahren gespielt haben. Songs, wie „Slow Motion“ und „Sea“ sind eingängig, jedoch haben sie Ecken und Kanten und sorgen für den ein oder anderen Ohrwurm.

Mein persönlicher Lieblingssong des Albums ist jedoch „Bored“, auf welchem der Gesang von Mathias Janmaats wohl am Besten zur Geltung kommt. Was das Album für mich ausmacht? Ich kann die Songs von Bombay in jeder Lebenslage hören. Sie funktionieren genauso gut, wenn ich wütend, aber auch glücklich bin!

→ Anspieltipps: Slow Motion, Bored, Sea

[asa]B01LY6G4TQ[/asa]

#02: Lucy Rose – Live At Urchin Studios

Lucy Rose Live At Urchin Studios

Lucy Rose hat mich in den letzten Jahren mit ihrer Musik begleitet – mich in guten, wie in schweren Momenten unterstützt, aufgefangen und motiviert. Dass sie meine Lieblingsmusikerin ist, hört man vielleicht raus. Ja, so ist es. Doch dementsprechend hoch sind auch die Erwartungen an neue Veröffentlichungen von ihr.

Mit „Live At Urchin Studios“ wagt sich die talentierte Britin auf neues Terrain und nimmt ein Live-Akustik-Album vor 30 Fans auf. „I made this record for all of you, so you could hear the songs stripped back, live, raw, real, full of emotion, just how I first wrote them in my bedroom.“, so ihr Hintergedanke zum Album. Diesen hat sie bei mir zweifelsohne erreicht.

Da ich bereits zwei Mal das Glück hatte, ein Akustik-Set von ihr zu sehen, holt „Live At Urchin Studios“ die Erinnerung an die beiden Abende hoch und bereitet mir den ein oder anderen Gänsehautmoment. Vor Allem Songs, wie „Our Eyes“ und „Nebraska“ klingen akustisch ganz anders, als im Original und entfalten somit ihren ganz eigenen Charme. Eine der besten Veröffentlichungen in diesem Jahr!

→ Anspieltipps: Our Eyes, Nebraska, Don’t You Worry

[asa mp3]B01MF7AQY7[/asa]

#01: Daughter – Not To Dissappear

daughter not to dissappear

Daughter lässt sich als eine der Bands bezeichnen, mit denen ich mich am Stärksten identifizieren kann. Die Songs von Igor Haefeli, Remi Aguilella und Elena Tonra begleiten mich bereits seit vielen Jahren, geben mir Kraft, aber auch gleichzeitig die Möglichkeit, zu zweifeln und zu trauern. Die Entwicklung der Gruppe, im Besonderen Elena Tonras beeindruckt mich, denn sie zeigt viel mehr Selbstbewusstsein, als zuvor.

Mit „Not To Dissapppear“ zeigen Daughter neue Facetten, wagen sich an neue Sounds und sind eindeutig mutiger, was die Herangehensweise an ihre Songs angeht. Vor allem Songs, wie beispielsweise „No Care“ oder „Alone/With You“ zeigen die Bandbreite, die Daughter als Band bedienen können. Sowohl leise, als auch laute Töne sind auf „Not To Dissapppear“ zu hören, dennoch stehen für mich unverändert die Songtexte Elena Tonras im Vordergrund.

Daughter sind mit ihrem neuen Album gewachsen und ich habe das Gefühl in den Jahren mit der Musik von Daughter mitgewachsen zu sein. Ohne Zweifel mein liebstes Album des Jahres!

→ Anspieltipps: No Care, Alone/With You, Fossa

[asa]B015Z1PERC[/asa]

Bis Jahresende jeden Montag und Mittwoch eine neue Album-Bestenliste von uns! Alle Beiträge unserer diesjährigen, neunteiligen Artikelserie könnt ihr zusammengefasst hier finden:

Alle Top-Alben 2016 der noisiv.de-Autoren →