Lieblingsplatten von Charles Engelken

03: Kristoffer Bolander – What Never Was Will Always Be

Kristoffer Bolander - What Never Was Will Always Be

Der schwedische Folk-Musiker Kristoffer Bolander (gleichzeitig auch Frontmann der, zurzeit auf Eis gelegten, Band Holmes) hat in diesem Jahr sein zweites Soloalbum „What Never Was Will Always Be“ veröffentlicht. Wie schon auf dem vorangegangenen Solo-Debüt beschreitet er neue Wege und gibt sich nicht mit bisher erreichtem zufrieden. Stattdessen lässt er sich von neuen Ideen treiben. Hier tragende Synthies, da scheppernde Beats, dort die wunderschöne intime Stimme von Bolander. Er schaffte es in diesem Jahr zum zweiten Mal, dem Folk-Genre neue Facetten aufzusetzen und dafür gebührt ihm massiver Respekt.

Kristoffer Bolander - What Never Was Will Always Be

Kristoffer Bolander umarmt mit zweitem Album „What Never Was Will Always Be“

Lieblingsplatten von Charles EngelkenDie schwedische Folk-Pop-Band Holmes liegt mittlerweile seit einem halben Jahrzehnt auf Eis; Frontmann Kristoffer Bolander ist der Musik jedoch noch lange nicht überdrüssig. Zwei Jahre... Weiterlesen →

02: Die Nerven – FAKE

Die Nerven - Fake

Nachdem sich die einzelnen Bandmitglieder an eigenen Projekten versucht haben, meldeten sich Die Nerven im April eindrucksvoll zurück. Dem donnernden Noise-Gewitter wurde ein wenig mehr Struktur verpasst, ohne jedoch die zügellose Wut, die das Trio bereits in der Vergangenheit auszeichnete, zu zähmen. „FAKE“ ist gleichermaßen laut, vielschichtig und vor allem verdammt schlecht gelaunt – in einer Intensität, die ihresgleichen sucht.

Die Nerven - Fake

Die Nerven kanalisieren ihre grenzenlose Wut in „FAKE“

Lieblingsplatten von Charles Engelken„Eine Lüge / Neue Wellen / Neue Narben / Selbe Stellen“. Mit diesen Worten leitet Max Rieger das neue, vierte Studioalbum „FAKE“... Weiterlesen →

01: Karies – Alice

„Alice“ wahrlich nicht das, was man im Vorfeld von diesem Album erwartet hat. Auf ihren ersten beiden Alben zeichneten Karies ein Fest der Post-Punk-Tristesse, geleitet von Repetition und Dystopie. Das dritte Album ist mitnichten besser oder gar gut gelaunt; allerdings muss nicht mehr alles dunkelgrau bis schwarz sein. Die Musik des Quartetts wird nun immer wieder um Prog, Wave und Industrial erweitert. Karies lassen neue Spielereien in den richtigen Dosen zu, dazu knapp gehaltene und umso treffendere Texte. Gerade, weil der Sound so unverhofft daher kommt, haut er einen vom Hocker. Das hat 2018 kein anderes Album bei mir geschafft.

Graubunte Miesepeter-Lockerheit: Karies mit neuem Album „Alice“

Lieblingsplatten von Charles EngelkenManchmal sagen Album-Cover und Pressefotos mehr über die dahinter steckende Musik aus, als man im Vorfeld annehmen mag. So ist das auch... Weiterlesen →