Vergangenen Freitag waren Touché Amoré im Hafenklang zu Gast. Mit dabei waren Swain aus den Niederlanden und Angel Du$t aus Maryland. Das Konzert war bereits kurze Zeit nach Vorverkauf-Start ausverkauft. Vielleicht hätte man sich tatsächlich um eine größere Location bemühen sollen, denn tagelang habe ich nichts anderes als Suchanfragen nach Tickets für dieses Konzert auf Facebook gelesen. Und für meinen Geschmack war der Laden auch etwas zu voll, aber dazu später mehr.

Swain geben den Startschuss

Die Eröffnung an dem Abend übernehmen Swain, die mich direkt mit ihrem Grunge-Hardcore-Rock überzeugen. Die Band ist derweil „basserlos“ und tourt mit den verschiedensten Bassisten durch die Landen. An diesem Abend war Diana von der Band Nervöus mit dabei. Sie hat sich perfekt in die Gruppe integriert und wenn man es nicht gewusst hätte, hätte man davon ausgehen können, dass sie schon immer zu Swain gehörte.

Ziemlich süß war auch der Sänger, der die tanzende Menge hinter mir bat, auf mich und meinen Fotografen-Kumpel aufzupassen. Tja, wäre schön gewesen, wäre das bei Touché Amoré passiert!

Angel Du$t übernehmen

Weiter ging es dann mit Angel Du$t. Die Band macht melodischen Hardcore, eine Musikrichtung mit der ich nicht ganz so viel anfangen kann. Dazu kommt, dass mich der Sänger auf irgendeine Art und Weise, besonders von der Attitüde auf der Bühne, an Fred Durst erinnerte und den kann ich auf den Tod nicht ausstehen. Ich werde mich also mit meinen Worten einfach zurückhalten und lasse die Bilder auf euch wirken…

Touché Amoré drehen das Hafenklang auf Links

Endlich kann es also losgehen. Ich presse mich irgendwie nach vorn in die erste Reihe, damit ich Fotos machen kann. Alleine das ist hier heute schon eine Herausforderung. Als die Band die Bühne betritt, überlege ich sofort, ob ich nicht doch lieber wieder umdrehen soll. Aber nein, das geht natürlich nicht!

Die Crowd hinter mir geht ab wie ein Zäpfchen. Ich liege kurzerhand, so wie viele andere auch, fast auf der Bühne. Die Monitorboxen müssen als Stütze herhalten, leider versagen sie ihren Dienst und rutschen immer weiter auf die Bühne. Der Backliner versucht irgendwie das Gewusel zu retten. Genau in diesem Moment frage ich mich: Warum, Hafenklang? Ich liebe das Hafenklang, keine Frage, aber hier fühle ich mich wie in einer Sardinenbüchse. Eventuell bin ich nicht Punkrock genug für sowas, aber das gefällt mir nicht.

Nach drei Songs, einer Strumpfhose weniger und tausenden neuen blauen Flecken streiche ich die Segel und verdrücke mich nach hinten. Ich bin etwas zu aufgewühlt, um das Konzert noch zu genießen. Aber alle anderen scheinen ihren Spaß zu haben, und das ist natürlich alles was zählt!

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