Tubbe

„Damals auf dem Dorf. Über die Felder weht der Duft vergeudeter Tage und verfrühter Defloration. Die Mopedgangs pöbeln und werfen schmutzige Wörter auf die Vorbeigehenden. Einfach nur, weil sie vorbeigehen. Wie die gängigen Sehnsüchte der Jugend. Man träumt sich in die unendliche Weite der Großstadt. Wo man nicht schlafen kann, weil die Lichter so grell und das Strobo im Kopf so ausdauernd ist. Und dann auf einmal ist man in Berlin und merkt, dass die eigenen Träume für 50 Cent im 1 Euro Shop verscherbelt werden. Sollte hier nicht alles bunt sein? Das eigene Leben wie auf einem Magazin geschnitten? Wie schaffen es die anderen denn immer, die Welt zu retten? Und wieso hat jeder mehr Tattoos, als man selbst? Überall ist Konfetti und Lärm. Wieso zeigt der Mann in der U-Bahn seinen Popo? Ganz schön unruhig diese Großstadt. Man macht eine Eckkneipe auf und nennt sie „Bei Mutti“, weil Heimat da ist, wo man Ruhe hat. Mittwochs gibt es Klopse. Beinahe so wie früher.“ – Tubbe, YouTube (2015).

Die nun wieder! Nachdem wir erst vor ein paar Tagen ihre neue Platte Keine Arbeit Lieber Tanzen in den Fingern halten und Euch ein Review, wie Interview servieren durften, legen sie nun wenige Tage nach Albumrelease mit der dritten Single nach. Ging ziemlich schnell, lohnt umso mehr. Bühne frei für In Berlin, der schönsten Analyse seit es Analysen gibt.

Das Münchener Duo machte sich ursprünglich zum Musikmachen in die Hauptstadt auf. Augen und Ohren auf Kreativität gespitzt, bringen Steffi und Klaus uns ein paar urbane Lektionen und Berliner Legenden bei. Dazu sitzen sie im Clip von Modest Department auf schönen Bikes, während ein schickes Blumenmädchen (Katrin Kaspar) sich quer durch Berlin tanzt. Haaaaach! Ein bisschen Making of-Zeug in Form von Fotos gibt es auf der Facebook-Seite des Duos zu bewundern.

Wer mit den bayrischen Wahlberlinern gerne durch Berlin schlendert, sei an dieser Stelle angehalten die beiden beim Weißwursten, und äh, Segway fahren zu beobachten. Peniskunst on the floor ist auch dabei, inkl. einer Möglichkeit in der Hauptstadt noch vor dem Arbeitsbeginn am Vormittag tanzen zu gehen. Nein, ich rede nicht vom Frühclub. Schaut selbst rein beim Beitrag von German-Ness mit der ehemaligen MTV-Moderatorin Claire Oelkers.

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