Turbostaat 15 Jahre Koeln Konzert Header

In diesem Jahr feierte die deutsche Post-Punk-Band Turbostaat ihren 15. Geburtstag und um das Ganze gebührend zu feiern, touren sie aktuell zum Jahresabschluss noch einmal mit deiner Doppelkonzert-Tour durch Deutschland. Ich als Turbostaat-Fan durfte mir das natürlich nicht entgehen lassen, weswegen ich am 11. und 12. Dezember im Kölner Stollwerck mit dabei war.

Beide Abende wurden von der Cover-Band Turboboost eröffnet, die bekannte Songs auf ihre ganz eigene und immens sympathische Art und Weise interpretierten. So sorgten sie bereits früh für gute Laune und machten Lust auf den restlichen Abend. Die zweite Band des ersten Abends waren dann Düsenjäger, denen ich ganz persönlich weniger abgewinnen konnte – einfach nicht so ganz mein persönlicher Geschmack. Umso besser fand ich aber die Vorband des zweiten Abends: 10Volt Schock heizten mit rhytmischem, variablem und komplexen Post-Rock ein und machten einen extrem guten Eindruck – der Drummer beispielsweise hat es einfach drauf, das muss man ihm absolut lassen!

Am Ende des Tages waren die Leute aber eben doch wegen „dem Staat“ da. Die Setlist war fix, denn die Band gab vor, dass man am ersten Abend die ersten beiden Alben „Flamingo“ und „Schwan“ sowie die erste Hälfte von „Vormann Leiss“ spielen würde, gefolgt vom Rest des dritten Studioalbums sowie anschließend „Das Island Manöver“ und „Stadt der Angst“. Besagte Setlist war also im Großen und Ganzen bereits vorher bekannt – insgesamt eine doch sehr nette Abwechslung, wenn man direkt weiß, auf welchen Song man sich als nächstes freuen darf.

Turbostaat 15 Jahre Koeln Konzert 01

Beeindruckt war ich am ersten Abend vor allem auch von der Crowd, die viele Songs der ersten beiden Alben astrein mitsingen konnten. Es waren also viele „Hardcore-Fans“ mit dabei – etwas, das man in dieser Form bei Auftritten bekannterer Bands doch eher seltener sieht, wenn diese auch ältere Songs performen. Der Song „Schwan“ vom gleichnamigen Album war z.B. ein tolles Highlight und erregten fast schon Gänsehaut-Feeling ob der Einigkeit zwischen Band und Crowd beim Chorus.

Beendet wurde der Auftritt nach dem Intro von „Bei Fugbaums“, an das man am zweiten Abend direkt anknüpfte, was eine sehr coole Idee war. Das Publikum war beim zweiten Abend noch stärker dabei, als am ersten – jeder Song wurde in beeindruckender Lautstärke mitgesungen, es wurde gepogt, gemosht und die Leute sind richtig gut abgegangen. Das kennt man von Turbostaat-Konzerten und auch das Doppelkonzert in Köln war da keine Ausnahme, viel eher eine Bestätigung.

Turbostaat 15 Jahre Koeln Konzert 07

Die Krönung setzte dann Basser Tobert auf, als er am Ende des Konzertes von der Bühne auf die Hände der Leute umstieg und sich tragen lies – dass er das so richtig genoss und seine Freude daran hatte, sah man ihm dabei sichtlich an und verdenken kann man ihm das definitiv nicht bei der Begeisterung, die sie wieder auslösten.

Insgesamt hat es sich für mich definitiv mehr als nur gelohnt, an beiden Tagen nach Köln anzureisen, um eine meiner absoluten Lieblingsbands zum dritten und vierten Mal in diesem Jahr sehen zu dürfen. Ich liebe Turbostaat wegen ihrer Lyrik und der Dynamik in der Musik – genau so sehr aber auch wegen der großartigen Live-Qualität der Jungs und die haben sie auch in Köln wieder unter Beweis gestellt. Diese gewisse „Einigkeit“ zwischen Band und Publikum sieht man nicht oft, bei Turbostaat ist das aber die Regel. Für die 15 Jahre, die es die Band nun gibt und die 11 Jahre, die sie mich seit „Vormann Leiss“ begleiten, kann ich ihnen einfach nicht genug danken. Ich hoffe, dass sie auch in den nächsten 15 Jahren weiterhin so super bleiben und ich bin da äußerst zuversichtlich.

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