Turbostaat 02

Nachdem Turbostaat vor einer Woche „Abalonia” veröffentlichten, sind sie aktuell im Rahmen einer kleinen Club-Tour unterwegs, bevor es dann im März auf die große Abalonia-Tour geht. „Klein” ist dabei in vielerlei Hinsicht wortwörtlich zu nehmen, denn zum Einen handelt es sich nur um wenige Konzerte, die zum anderen in sehr kleinen Clubs abgehalten werden.

Am Mittwoch waren sie im Kölner Blue Shell zu Gast, einem schnuckeligen Club im Süd-Teil der Stadt. Viele Leute passen da nicht rein und die Bühne ist sehr nah am Publikum und auch nur geringfügig höher gelegt. Insofern also beste Voraussetzungen für ein intimes Punk-Konzert der besten Sorte!

„Abalonia” von vorne bis hinten und mehr

Turbostaat 01

Ziel dieser Tour ist es, dass die Band das neue Album komplett von vorne bis hinten spielt. Insofern bekommt man hier also erstmals die Gelegenheit, alle neuen Songs live zu erleben. Um kurz nach 21 Uhr kamen Turbostaat also direkt auf die Bühne und legten mit „Ruperts Gruen” los. Die neuen Songs haben vor allem eines gemeinsam: Sie hören sich live ganz wunderbar an und erweitern das Live-Reportoire der Band sehr gut! Ob nun „Der Wels”, Totmannknopf” oder „Die Toten”: Das sind tolle Live-Songs! Besonders gut gefielen mir übrigens „Eisenmann” und „Geistschwein”.

Turbostaat 07

Ob es sich nun um die temporeicheren oder langsameren Songs des neuen Albums handelt – die Atmosphäre der Tracks ist immer toll rübergekommen. Den Höhepunkt gab es dann natürlich beim letzten Song „Abalonia”. Da konnte die überschaubare Menge nicht mehr innehalten, moshen war angesagt! Überhaupt konnten die Zuschauer schon überraschend gut mitsingen, was die Band sichtlich beeindruckend fand und immer wieder ausnutzte.

Nach der Tracklist des Albums hängte die Band dann noch ein 30-minütiges Best-of der vergangenen Alben an. Hier machte „Harm Rochel” einen gewohnt großartigen Anfang. Über Songs, wie „Insel”, „Haubentaucherwelpen”, „Pennen bei Glufke” und „Sohnemann Heinz” ging es zum großen Finale mit „Schwan” vom gleichnamigen zweiten Album. Spätestens hier setzte bei wohl jedem Zuschauer pure Glückseligkeit ein.

Als würde man nach Hause kommen

Das Kölner Blue Shell

Das Kölner Blue Shell

Die enge Bindung zwischen Turbostaat und den Fans wurde wieder einmal mehr als deutlich: Mehrmals bedankte sich Jan dafür, dass sie ihnen auch nach 17 Jahren noch die Treue halten und die Band auch mit dem neuen Album weiter begleiten würden. Gerade aufgrund dieser Herzlichkeit den Fans gegenüber ist es für mich jedes Mal ein Homecoming, wenn ich zum wiederholten Male ein Turbostaat-Konzert sehe, zumal diese nie langweilig werden.

Die kleine Club-Tour war ein hervorragender Vorgeschmack auf das, was die große Abalonia-Tour im März und April bieten wird. Es zeigte eine Band, die sich über die Jahre hinweg immer wieder weiterentwickelt hat, musikalisch niemals stehen geblieben ist und dabei komplett authentisch bleibt. Ich für meinen Teil freue mich nach diesem äußerst gelungenen und stimmungsvollen Konzert auf die Auftritte im Kölner Gloria Theater und in der Hamburger Markthalle!

Turbostaat: Auf dem Weg nach Abalonia Tour

Turbostaat 04
  • 22.03. – Münster, Sputnikhalle
  • 23.03. – Wiesbaden, Schlachthof
  • 24.03. – Köln, Gloria
  • 25.03. – Zürich, Dynamo
  • 26.03. – Freiburg, Café Atlantik
  • 27.03. – München, Strom
  • 30.03. – Wien, Arena
  • 31.03. – Dresden, Beatpol
  • 01.04. – Berlin, Huxley’s
  • 02.04. – Hamburg, Markthalle

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