Foto: Rachel Knights

Es gibt manche Bands, die altern einfach nicht. Umso erstaunter war ich, als ich die lange Existenz von Turin Brakes erst jetzt realisierte. Die Band aus London brachte bereits 1999 ihre damalige „The Optimist LP“ heraus. Nun folgt mit „Invisible Storm“ das bereits siebte Studioalbum.

Das ehemalige Duo um Olly Knights und Gale Paridjanian, das inzwischen vier Bandmitlgieder zählt, beweist als Band auch in ihrem siebten Anlauf dass sie ihrem Sound treu geblieben sind. Ähnlich wie bei Gruppen wie Travis ist dies aber positiv zu bewerten. So bewegen sich die Songs von Turin Brakes zwischen einfachem Pop wie bei „Wait“ oder „Wait in the Woods“ und Liedern mit Folkeinschlägen, etwa bei „Always“.

Unverkennbar an Turin Brakes ist eindeutig die Stimme von Sänger Olly Knights, die stets sinnlich und warm anmutet. Highlights von „Invisible Storm“ sind allerdings die Nummern, die dann doch einen schnelleren Takt vorgeben. So sorgt „Life Forms“ sofort für gute Laune während „Everything All At Once“ eine wundervolle Indie-Hymne abgibt, ohne dabei den Charme von Turin Brakes zu verlieren. An die angesprochenen Travis fühle ich mich bei „Tomorrow“ erinnert, dessen Refrain auch aus der Feder von Fran Healy stammen könnte.

Mit „Invisible Storm“ gibt es die volle Ladung für Fans von klassischem Brit-Pop mit einer passenden Portion Folk inklusive. Ich bin mir sicher, dass das Album auch in meiner Playlist rotieren wird und von Zeit zu Zeit weiter wachsen wird. In jedem Fall wird es überfällig, eins der kommenden Konzerte von Turin Brakes zu besuchen und mich von den Livequalitäten zu überzeugen.

Turin Brakes Deutschland-Tour 2018

  • 21.04 – Berlin, Frannz Club
  • 22.04 – Hamburg, Knust
  • 24.04 – München, Strom
  • 26.04 – Köln, Luxor

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