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Ich weiß noch genau, als ich über das UNKLE Debüt „Psyence Fiction“ stolperte und mir der Atem stockte. Das 1998er Album besticht nicht nur durch zahlreiche namhafte Gastauftritte wie Thom Yorke, Ian Brown oder Richard Ashcroft. Das Album brilliert durch seine atmosphärische Vielseitigkeit von melancholischen Klängen, lauten und tiefen Bässen sowie den in den 90er Jahren aufkommenden Trip-Hop Einflüssen, was insbesondere bei Fans von Bands wie Portishead oder Massive Attack pure Freude auslöst.

Knapp 19 Jahre nach dem legendären Debüt und sieben Jahre nach dem letzten Longplayer „Where Did the Night Fall“, erscheint mit „The Road: Part 1“ das neue Album von James Lavelle aka UNKLE. Auch auf der neuen Platte finden sich zahlreiche Gäste. Unter anderem ist mit Mark Lanegan ein wiederkehrender Gast dabei, der dem Song „Looking For The Rain“ seine Stimme verleiht. Dieser ist gleichzeitig eines der Highlights und überzeugt durch seine Streicher, die von düsteren Bassklängen begleitet werden und mich zeitweise an Nine Inch Nails denken lassen. Daneben reihen sich Featurings wie EKSA, Queens of the Stone Age Gitarrist Troy Van Leuwson und Andrew Innes (Primal Scream) ein. Neben den tiefen und dunklen Tracks lassen sich gerade zum Abschluss mit „Sunrise (Always Comes Around)“ sowie „Sick Lullaby“ vergleichsweise softe und versöhnliche Töne wiederfinden.

Einmal mehr schaffen UNKLE mit „The Road: Part 1“ eine vielschichtige Platte. Lavelle bleibt seinem Stil abermals treu und schafft ein Werk, dass bei Fans der Vorgängerscheiben ebenso gut ankommen wird wie für Leute, die Lust auf ein abwechslungsreiches Klangkarussel im Stil eines Soundtracks erleben möchten. Die Arbeiten am zweiten Part der Straßensaga sind bereits im Gange.

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