Foto: GEORGE MCKENZIE

Bei der Fülle an neuen Indie-Bands aus England kann man ganz schön den Überblick verlieren. Doch eine Formation lässt derzeit mein Herz schneller schlagen. Danny Byrom, Max Boughen, Chris Whitehorn und Joe Caple, besser bekannt als Wild Cat Strike veröffentlichen mit „Rhubarb Nostalgia“ nun ihr Debütalbum. Mit rohen Melodien und einem erfrischenden Sound machen sie mächtig Eindruck.

„Self-Help Tapes“ klingt vertraut und neu zugleich. Mit abenteuerlichem Gespür für Feinheiten und einem experimentellen Charme des Sounds holt einen der erste Song ihres Debütalbums direkt dort ab, wo man sich gerade befindet. „Lemonade“ unterstreicht genau dieses Gefühl und stellt einen wachechten Wohlfühlsong dar.

„Satellite Towns“ handelt davon Situationen zu entkommen, indem man erkennt, dass höhere Gewalten ihre Finger im Spiel haben. Mit Lines wie „Dropping a coin in a wishing well, just to wish you well.“ zeigen Wild Cat Strike ihre ganz eigenen, kraftvollen Lyrics und beweisen auch hier ein Talent für das Gewisse Etwas.

Ihr bereits als Vorabsingle veröffentlichtes Stück „I Feel Good“ erzählt davon, ein beliebter Draufgänger zu sein, obwohl man weiß, dass es eigentlich gar nichts für einen ist. Einen großen Rundumschlag machen die Vier Musiker mit „Everyone Feels The Same“ und beweisen, dass ihnen ein dröhnender großer Gitarrensound außerordentlich gutsteht.

„Another Round“ stellt zum Schluss die außergewöhnliche Stimme von Frontmann Byrom gekonnt in Szene und holt „Rhubarb Nostalgia“ zurück auf den Boden. Wild Cat Strike wissen genau, an welchen Hebeln sie drehen müssen und haben ein Gespür für beruhigendes und aufmunterndes Songwriting. Das Album geht runter wie Öl und bleibt im Kopf.

Wild Cat Strike mit neuem Album auf Tour

  • 29.10. Mainz, Kulturcafe
  • 30.10. Berlin, Südkiez
  • 01.11. Kiel, Medusa
  • 02.11. Cuxhaven, Döser Börse