Wintersleep Fotocredit: Juline Vetter

Fotocredit: Juline Vetter

Die Kombination scheint zu passen: Nach zwei Jahren haben Wintersleep erneut im Hamburger Molotow  gespielt und das Wochenende eingeläutet. Die fünf Musiker aus Kanada haben ihr neues Album „In The Land Of“ vorgestellt. Natürlich gab es auch einige alte Perlen aus ihrer mittlerweile 18-jährigen Bandgeschichte zu hören.

Ohne Vorband starten Wintersleep um halb 9 und eröffneten den Auftritt mit „Surrender“. Routiniert und ohne große Ansprachen überzeugt die Band den gesamten Abend mit einer gut funktionierenden Mischung aus alten und neuen Liedern. So wird bei „Never Let You Go“ das Tanzbein geschwungen, während bei „Santa Fe“ ein kollektives Kopfnicken im Publikum einsetzt. Ein neues Album hat selbstverständlich zur Folge, dass einige coole Sachen in der Setlist nicht mehr berücksichtigt werden können. Dazu gehört etwa „Shadowless“ aus dem tollen Album „The Great Detatchment“. Weshalb „Territory“ nie live gespielt wird, werde ich wohl nie verstehen.

Wintersleep sind live eine Bank und überzeugen nicht nur musikalisch, sondern auch durch ihr sympathisches und bodenständiges Auftreten. Insbesondere die längeren Songs, die gerne in Jams driften, hauen mich bei Wintersleep immer wieder aus den Latschen. Sänger Paul sagte zum Abschluss, dass sie hoffentlich bald zurück sein werden. Ich würde mich nicht wundern, wenn der Weg wieder ins Molotow führen wird.