Foto: Torge Santjer

Wintersleep waren lange Zeit lang eine Band, die ich nur am Rand mitgenommen habe. Ein zwei Songs kannte ich zwar, aber es fehlte noch der große Hook um sich mit den Kanadiern genauer zu befassen. Letztes Jahr dann kam mit „The Great Detachment“ ein positiv durchwachsendes Rockalbum heraus, was mich dann endgültig von den Qualitäten der Band überzeugte. Es folgte ein kurzes Treffen beim Reeperbahn Festival und jetzt dann nochmal die Gelegenheit, Wintersleep im Molotow live zu erleben.

Bei den warmen Temperaturen hielten wir uns erstmal in dem toll gestalteten Backyard des Molotow Clubs auf um noch ein paar Sonnenstrahlen zu tanken und noch ein Kaltgetränk zu genießen. Dann aber schon hörten wir die ersten Instrumente von innen herausschallen, also machten wir uns auf den Weg um uns Paper Beat Scissors anzuhören. Eine bis dato mir nichtssagende Gruppe, die allerdings einen richtig guten Auftritt hinlegten und nicht nur die Wartezeit auf Wintersleep überbrückten.

Kommen wir aber zu dem Anlass, der uns an diesem wirklich sehr warmen Frühlingsabend ins Molotow gezogen hat. Auch wenn man annehmen mag, dass die Kanadier bei anderen Temperaturen besser aufgehoben sind, konnte sich hier vom Gegenteil überzeugen lassen. Wintersleep steckten alles andere als im Winterschlaf und setzten der Hitze einfach noch einen drauf, indem sie ihre Show cool runterspielten. Die ganze Band und voran Sänger Paul Murphy machten einen bescheidenen und dankbaren Eindruck und auch die Fans zeigten sich nach jedem Song mehr als begeistert.

Auch wenn natürlich das jüngste Album „The Great Detachment“ im Vordergrund der Setlist stand, gab es auch genügend Klassiker und ältere Songs aus der schon weitreichenden Diskografie von Wintersleep zu hören. Ihr wohl bekanntestes Album „Welcome To The Night Sky“ feiert wird dieses Jahr bereits zehn Jahre alt und auch daraus hörten wir beispielsweise als erste Zugabe den Fan-Liebling „Dead Letters & The Infinite Yes“. Gänsehaut!

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