Wolf Alice, Knust Hamburg

Fotos: Nicolas Gacek, noisiv.de

Nun hat es doch noch geklappt: Nachdem das Konzert zuvor zwei Mal verlegt werden musste, haben Wolf Alice endlich den Weg nach Hamburg ins gemütliche Knust gefunden. Seit der ursprünglichen Konzertankündigung für den November letzten Jahres hat sich allerdings einiges getan: So gewann die Briten die NME Awards in den Kategorien „Best Live Band“ und „Best Track“ mit ihrem Hit „Giant Peach“.

Als Support waren Gengahr aus London mit von der Partie. Diese waren mir nicht unbekannt, immerhin spielten diese 2015 beim Hurricane Festival, wo ich die letzten beiden Songs ihres Auftritts mitnehmen konnte. Unter anderem spielten sie diese beiden Tracks – „She’s a Witch“ und „Bathed in Light“ – welche mir dann auch am Besten gefallen haben. Insgesamt war mir der Auftritt auf Dauer jedoch leider etwas zu eintönig.

Deutlich abwechslungsreicher ging es dann mit dem Headliner des Abends weiter. Wolf Alice ließen keinen Zweifel an ihren Live-Qualitäten aufkommen. Im Gegenteil: Bassist Theo Ellis riss die Zuschauer bereits zu Anfang mit und überzeugte mit seinem Hüftschwung während der ganzen Show, welchen sich Sängerin Ellie Roswell in einem Stück anschloss. Die Band aus dem Norden Londons spielte sich förmlich in einen Rausch!

Die Setlist bestand aus vielen Hits des Debütalbums „My Love Is Cool“ – dazu gehörten Songs, wie „You’re A Germ“, „Your Loves Whore“ sowie „Fluffy“. Ein erstes persönliches Highlight war „Swallowtail“, bei welchem Drummer Joey Amey seine Gesangskünste zum Besten gab und live sogar noch mehr überzeugte, als auf der Platte. Zum Abschluss des Hauptteils spielten sie das wuchtige „Moaning Lisa Smile“, das bereits auf der zuvor erschienenen EP „Creature Songs “ vertreten ist und sich darüber hinaus auch auf dem Debütalbum befindet.

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Am meisten habe ich mich allerdings über die Songs ihrer ersten „Blush EP“ gefreut. So spielten Wolf Alice sowohl „She“, „90 Mile Beach“ und als zweite Zugabe das wunderschöne „Blush“. Als erste Zugabe gab es das psychedelisch angehauchte „Turn To Dust “, während „Giant Peach“ (das übrigens ein brillantes Riff hat), den Abschluss eines oftmals lauten und dennoch schönen Konzertes bildete.

Wolf Alice überzeugten durch ihre Energie und Vielfalt an unterschiedlichen musikalischen Songs. Für das bereits angekündigte neue Album sollte die Band um Frontfrau Ellie Roswell unbedingt an diesen Eigenschaften festhalten, denn so ist der Weg für eine Karriere geebnet, die bis ganz nach oben führen kann!

Wolf Alice, Knust Hamburg

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