yachten

Die Welt um den deutschsprachigen Hardcore, Post-Hardcore und all ihre Artverwandten floriert wie selten zuvor – mit irren Phänomenen wie The Hirsch Effekt oder den nach wie vor beste Qualität abliefernden Turbostaat hat die Szene massenhaft spannende Acts zu bieten. Auch sprießen immer mehr neue Vertreter des breit gefächerten Genres aus dem Boden – so auch die Hamburger Yachten, die sich durchaus mit letztgenannter Band vergleichen lassen, so gewaltig und energetisch, wie ihr erstes Album „Zweite Luft“ klingt.

Den Einstieg bildet der Song „Berg“, der sich nach wirkungsvollem Intro in eine anständige Wall of Sound entwickelt. Sänger Fabian Pieper gibt in den melodisch untermalten Strophen schnell zu verstehen, dass er ein Gespür für eindrucksvolle, bildhafte Lyrics hat. Das lässt sich besonders im darauffolgenden „Atlas“ deutlich spüren:

„Die Nadeln am Boden, ein Kratzen am Kopf. Zum zweiten Mal an diesem Tag steckt Metall in seinem Fuß. […] Versunken, verbraucht, verlebt und doch vertraut! Und die Decke kommt näher!“


In bester Emopunk-Manier brettern sich die Songs von Yachten in Rage und versprühen stets diesen leicht unperfekten Charme, der sie noch emotionaler rüberkommen lässt – nicht zuletzt durch Piepers Screamo-Einlagen wie in „Souterrain“, dessen Protagonistin er brüllend in den Mund legt: „Wie kann man denn nur so glücklich sein?!“

zweiteluftDen Höhepunkt des Werks markiert „Kantensicht“, der an die frühen Matula zurückdenken lässt und von verhallten Riffs bis hin zu den drückenden Gitarren im großartigen Outro alles zu bieten hat, was „Zweite Luft“ ausmacht. Denn musikalisch hat das im Rekorder Studio auf St. Pauli aufgenommene Album eine ordentlich Bandbreite vorzuweisen – energetischen Punk in „California Grau“, experimentierfreudige Brüche und Taktwechsel bei „Eine Frau verreist“ und das postrockig-epische Finale „Vom Laufen“, was durch dessen Text noch unterstrichen wird:

„Ja, ich weiß, der Weg war lang. Jetzt komm‘ und sieh unseren Weltuntergang!“

Hoffen wir, dass ebenjener noch auf sich warten lassen wird, denn von dieser vielversprechenden Band möchten wir definitiv noch mehr hören!

„Zweite Luft“ erscheint am 29. Mai bei My Favourite Chords, am selben Tag geben Yachten im Kleinen Donner am Hamburger Schulterblatt ihr Releasekonzert. Und für eine/n Glückliche/n von euch haben wir zwei Plätze auf der Gästeliste zu vergeben! Dafür solltet ihr unsere Seite bei Facebook liken und entweder hier kommentieren oder uns eine private Nachricht senden.* Mit etwas Glück stehst du+1 dann am 29.5. bei Yachten im Kleinen Donner auf der Gästeliste! :) Am kommenden Dienstag, dem 26. Mai ziehen wir den/die Gewinner/in.

Wer nicht nach Hamburg kommen kann, hat an den beiden darauffolgenden Wochenenden noch in weiteren Städten die Möglichkeit, sich Yachten anzusehen:

  • 29.05.: Hamburg, Kleiner Donner
  • 05.06.: Halle, Reil 78
  • 06.06.: Osnabrück, SubstAnZ
  • 12.06.: Hannover, Lux
  • 13.06.: Erfurt, Engelsburg

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*Wer Facebook blöd findet, kann mir alternativ eine Mail an tim@noisiv.de schicken, um auch in den Lostopf zu kommen!