Yak - Alas Salvation (Album-Cover)

Nachdem die britische (Indie-)Rock-Szene im letzten Jahrzehnt eine Menge großartiger Bands hervorbrachte, ist die Szene in den letzten Jahren für meine Begriffe zunehmend uninteressant geworden. Yak aus London wollen sich dem nun mit ihrem Debütalbum „Alas Salvation“ entgegenstellen und man merkt den Newcomern an, dass sie hungrig sind!

Das Album bietet hierbei einen puren Exzess in 13 Akten. „Garage Punk“ nennen die Leute das – hört man sich die Songs an, kann man diese Bezeichnung auf jeden Fall nachvollziehen. Stooges-ähnliche Schrammel-Gitarren dominieren den Sound des Trios, dessen Vocals von Oliver Burslem ungestüm und durstig daherkommen.

Jener Sound ist dabei so offensiv und stürmisch, dass sich auch nach dem x-ten Durchlauf keine Monotonie einstellen will. Zu sehr treiben sie den Hörer durch das Dorf ihrer eigenen Erlösung. Kommen sie erst einmal ins Rollen, sind sie nicht mehr zu stoppen und fast komplett durchgehend hohe Tempo lässt einen nicht mehr los.

Ab und an schlagen sie dann aber auch langsamere und ruhigere Töne an – so langsam zumindest, wie eine Band ihrer Art sein kann. „Take It“ erinnert ein wenig an einen Spaghetti-Western, „Interlude II“ hingegen ist ein herrlich kaputter Blues-Song. Ihr Sturm und Drang ist auch in diesem ruhigeren Momenten deutlich herauszuhören!

Nicht viele Bands schaffen es heute noch, einen solchen Sound so überzeugend und qualitativ konsistent genug herüberzubringen. Oftmals verlieren sich diese Bands irgendwann in ihrem eigenen Tempo und ihrer Explosivität – nicht so aber bei Yak! Sie schaffen es, genug Dynamik in dieses laute Klangspektrum unterzubringen, sodass auch nach mehreren Durchläufen immer wieder kleine neue Details zutage treten.

Sie motivieren durch ihre schrille und offensive Art und Weise, die gleichermaßen Vintage-Elemente und Modernes kombinieren. „Alas Salvation“ bestätigt alle Vorschusslorbeeren, die sie sich bereits erspielt haben und markiert ihren Punkt auf der britischen Musik-Landkarte.

Yak: Deutschland-Konzerte

  • 01.06. – Hamburg, Molotow
  • 27.06. – Köln, E-Werk (mit Last Shadow Puppets)
  • 28.06. – Dresden, Schlachthof (mit Last Shadow Puppets)
  • 13.08. – Haldern, Haldern Pop Festival

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