Yass

Bildquelle: Facebook

Zwei Musiker, die seit 2000 zusammen jammen und 12 Jahre später eine Band draus machen – herzlich Willkommen bei Yass! Herzlich Willkommen bei Frank Otto (Gitarre und Vocals) und Markus Brengartner (Drums). Herzlich Willkommen bei ihrem modernen Noise-Rock, der gekonnt Punk- und elektronische Elemente aufnimmt. Herzlich Willkommen bei ihrer Debüt-LP „Things That Might Have Been“!

Yass - Things That Might Have Been (Album-Review)

Insgesamt zehn Songs umfasst ihr Album, das gemeinsam von Salon Alter Hammer, X-Mist Records und -273 °C veröffentlicht wurde. 31 Minuten lang treiben die Stücke den Hörer durch über Wiesen und Wälder, Pausen gibt es dabei keine. „Odessa“ macht dies als Opener direkt vom Fleck weg klar. Wer etwas anderes, als einen hochmotorisierten und durchgehenden Noise-Trip erwartet, soll sich gefälligst verziehen! Laute und verzerrte Gitarren-Riffs, hypnotische Synthie-Loops und antreibende Drums legen die Stimmung zurecht für den Rest, der da kommt.

Der Sound der Band ist sehr modern, ebenso laut und absolut prägnant. Für Vocals bleibt da nicht mehr viel Platz. Zwar sind diese natürlich vorhanden, allerdings stets stark verzerrt, sodass sie die musikalische Atmosphäre eher unterstützen, als diese zu dominieren. Umso abwechslungsreicher und packender muss das Sound-Gerüst dann natürlich daherkommen, was für das Duo aber offenbar ein leichtes ist. Obwohl die grundsätzlichen Zutaten stets die Gleichen bleiben, wissen sie diese jedes Mal so zu mischen, dass am Ende immer etwas neues und eigenständiges herauskommt.

Während „Athletic“ wohl der treibendste und lauteste Song in „Things That Might Have Been“ ist, kommt „Seaside“ vergleichsweise eher leichtfüßig und tänzelnd daher. der Closer „Black Water“ hingegen ist ein schwerer Midtempo-Kracher. Dass Noise-Rock generell ein ideenreiches Genre darstellt, untermauern Yass dabei bravourös.

Dass der Trip nach 31 Minuten schon vorbei ist, erscheint fast schon schade. Gerade erst ist man noch mitten drin, da wird man mit Mal rausgerissen. Das Einzige, was da hilft: Nochmal von vorne! Immer wieder entdeckt man dann in den recht simplen Songstrukturen neue Details inmitten des Lärms, der einen umgibt. In „Things That Might Have Been“ steckt schlichtweg eine ganze Menge drin und das macht auch ein ganzes Stück weit den Reiz des Albums aus: Irgendwie ist da eben doch mehr drin, als nur Lärm.

[asa]B01I4AE0QW[/asa]