Joshua Hubbard in "Shame"Directed by Jeremy Cole, 2015.
Nichts zu schämen, bitte gehen Sie weiter!

Die ‚British Youth‘ ist pissed: in einem Land in dem der aktuelle Wahlkampf um das Unterhaus einem Eating Contest gleicht, fallen Schweißperlen und Tränen so selbstverständlich wie Regentropfen auf London. Ventile sind gern gesucht, aber selten gesehen, während eine Generation sich eingestehen muss das anarchistische Riots wohl keine Patentlösung darstellen. Die Young Fathers und Regisseur Jeremy Cole unterbreiten mit dem Clip zu Shame einen ganz eigenen Vorschlag.

In Shame gelingt es dem Londoner Regisseur die inneren Agressionen greifbar zu machen, verschreibt dem verletzten Körper Tanzmoves statt Blutkonserven – eine beeindruckende Leistung von Schauspieler Joshua Hubbard vorneweg. Zu verdanken haben wir das Stück den Gewinnern des 2014er Mercury Prize‘, den Young Fathers aus Edinburgh. Im Handumdrehen stach das Hip-Hop-Trio Acts wie Royal Blood, Bombay Bicycle Club, Damon Albarn oder FKA twigs aus, nachdem die Schotten im gleichen Jahr das Debüt Dead vorgelegt haben.

Sie gründeten sich bereits 2008 und tragen alle die Namen ihrer Väter: das experimentielle Hip-Hop-Trio um Alloysious Massaquoi, Kayus Bankole und G‘ Hastings trägt seine Wurzeln von Europa bis Afrika und ist nicht mehr Scheu diese offen nach Außen zu tragen. Das war mal anders, als man sich taufrisch mit 14-Jahren in einer Hip-Hop-Disco kennenlernte, um anschließend auf billigen Kassettendecks zu jammen.

Mit White Men Are Black Men Too ist nun die zweite Platte der Jungs erschienen, eine Welttournee durch Hallen und Festivals ist unlängst angekündigt. Der Tourbus wird im Sommer und Herbst selbstverständlich auch durch Deutschland rollen, wurde die Platte doch zu weiten Teilen in Berlin aufgenommen. Präsentiert von den Kollegen der Spex schlagen die jungen Väter rundums Land ihre Zelte auf:

14.06. Berlin – Torstraßenfestival
23.08. Hamburg – Dockville Festival
05.10. Leipzig – Conne Island
07.10. Köln – Gebäude 9
08.10. Frankfurt – Zoom
09.10. München – Kammerspiele

Die neue Platte White Men Are Black Men Too wurde am 6. April über Big Dada veröffentlicht.

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