Foto: Ivana Marija Hope

Habt ihr schon mal von ZULU gehört? Ich zugegebenermaßen auch nicht. Mit ihrer Single „Digital Brain“ haben sie mich dann aber direkt gepackt. Ihre individuelle Mischung aus Indie und Elektro klingt etwas nach The XX, nur mit einem etwas optimistischeren Grundklang. Die drei Jungs aus Würzburg haben nun mit „analogue heart // digital brain“ ihr Debütalbum veröffentlicht. Die zehn Stücke passen sehr gut in den langsam in Hamburg ankommenden Frühling. Und sie reihen sich nahtlos in meine Musiksammlung ein.

Wo kann man am Besten Songs schreiben? Das würde jeder Künstler bestimmt anders beantworten. Für die Jungs von ZULU ist diese Antwort ganz klar. Für sie ist die skandinavische Einöde bestens dafür geeignet, auf der Suche nach eigenen musikalischen Ideen fündig zu werden. Mit spartanischem Equipment inmitten dänischer Dünen wurde aus einem Projekt eine konkrete Sound Ästhetik und wenig später dann ZULU.

„Interactive Life“ lässt einen entspannt ins Debütalbum der Würzburger gleiten und gibt die Möglichkeit zum Träumen. Geheimnisvoll wird es zunächst mit „Neukölln“, einem Song, der immer mehr an Fahrt aufnimmt und schlussendlich in sphärischen Klängen endet. Mein Albumfavorit ist jedoch das eher zurückgelehnte „Yes.“. „Open At The Close.“ spiegelt den Gesamtsound des gelungenen Debütalbums von ZULU gekonnt wieder und hinterlässt den Hörer mit einem positiven Gefühl.